Definition
Die Zerlegung des Zinsergebnisses in Konditionsbeitrag und Strukturbeitrag ist das Herzstück der Marktzinsmethode. Der Konditionsbeitrag misst die Marge, die der Vertrieb am einzelnen Geschäft verdient – also die Differenz zwischen Kundenkondition und laufzeitkongruenter Refinanzierung am Kapitalmarkt. Der Strukturbeitrag zeigt, was das Treasury durch bewusste Fristentransformation und Zinsbuchsteuerung erwirtschaftet. Zusammen ergeben beide den Gesamtzinsüberschuss – aber erst die Trennung macht sichtbar, wo die Ergebnisquellen tatsächlich liegen.
Bezug zur Triangulation
Das Team berechnet und analysiert die Beiträge auf Einzelgeschäfts- und Portfolioebene, Führung nutzt die Zerlegung für strategische Entscheidungen über Vertriebssteuerung und Treasury-Mandat, die Organisation stellt konsistente Verrechnungsmethoden und Transferpreise sicher.
Steuerungsimpuls
Ohne die Trennung in Konditions- und Strukturbeitrag bleibt das Zinsergebnis eine Black Box. In der Steuerungspraxis ist sie die Grundlage für faire Ergebnisverantwortung: Der Vertrieb wird an seinem Konditionsbeitrag gemessen, das Treasury an seinem Strukturbeitrag. Wer diese Trennung sauber durchhält, vermeidet die typische Diskussion, ob ein gutes Zinsergebnis dem Vertrieb oder dem Zinsumfeld zu verdanken ist. Gleichzeitig wird sichtbar, ob das Treasury-Mandat zur Fristentransformation tatsächlich Mehrwert schafft oder unnötige Risiken eingeht.
Verwandte Begriffe
Vertiefen Sie das Thema
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