LCR & NSFR: Liquidität kurzfristig und strukturell steuern

Zwei Kennzahlen, ein Ziel – die Zahlungsfähigkeit Ihres Hauses unter allen Marktbedingungen sicherstellen.

Definition

LCR (Liquidity Coverage Ratio)

Reichen Ihre liquiden Aktiva für einen 30-Tage-Stressabfluss? Regulatorisch eine Mindestquote, steuerungstechnisch die Frage, wie viel Ertrag Sie für Sicherheit opfern. Jeder Euro im HQLA-Puffer fehlt in der Ergebnisrechnung.

NSFR (Net Stable Funding Ratio)

Stimmt Ihre langfristige Refinanzierung mit dem Aktivgeschäft überein? Die strukturelle Schwester der LCR verhindert gefährliche Fristentransformation in der Liquidität. Oft erst dann im Fokus, wenn es eng wird.

Bezug zur Triangulation

Das Team disponiert die Liquiditätsreserve und überwacht die Refinanzierungsstruktur. Führung definiert den Puffer über Minimum und entscheidet über Emissionsstrategien. Die Organisation stellt die tägliche Meldefähigkeit sicher und verankert NSFR-Schwellen in der Planung.

Steuerungsimpuls

LCR und NSFR sind die beiden Seiten der Liquiditätsmedaille. In der täglichen Steuerung bestimmt die LCR, wie viel Spielraum für kurzfristige Dispositionen bleibt. Die NSFR hingegen zwingt zur strategischen Frage: Passt unsere Refinanzierungsstruktur zur geplanten Geschäftsentwicklung? Wer beide Kennzahlen integriert betrachtet, vermeidet, dass kurzfristige Optimierungen langfristige Risiken erzeugen.

Verwandte Begriffe

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