Stresstesting: Belastbarkeit unter adversen Szenarien prüfen

Stresstests zeigen, wie widerstandsfähig Ihr Institut wirklich ist – nicht nur auf dem Papier, sondern unter Extrembedingungen.

Definition

Stresstesting umfasst Szenarioanalysen und Belastungstests, die prüfen, ob ein Institut unter adversen Marktbedingungen handlungsfähig bleibt. Dabei werden Zins-, Spread-, Kredit- und Liquiditätsrisiken unter extremen, aber plausiblen Annahmen simuliert. Stresstests verbinden IRRBB, CSRBB, Risikotragfähigkeit und ICAAP/ILAAP zu einem Gesamtbild der institutionellen Widerstandsfähigkeit.

Bezug zur Triangulation

Das Team entwickelt die Stressszenarien und führt die Simulationen durch, Führung definiert die Schwellenwerte und entscheidet über Handlungsmaßnahmen, die Organisation stellt sicher, dass Stresstestergebnisse in die regulatorischen Prozesse und die strategische Planung einfließen.

Steuerungsimpuls

Stresstests sind der Realitätscheck der Banksteuerung. Während Standardszenarien den Normalbetrieb abbilden, zeigen Stresstests die Verwundbarkeiten, die im Alltag unsichtbar bleiben. In der Steuerungspraxis sollten Stressergebnisse nicht nur einmal jährlich für die Aufsicht produziert werden, sondern als regelmäßiges Steuerungsinstrument dienen. Wer Stressszenarien quartalsweise aktualisiert und die Ergebnisse mit dem aktuellen Risikoappetit abgleicht, erkennt Handlungsbedarf, bevor er akut wird.

Verwandte Begriffe

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