Basel III/IV: Das internationale Regelwerk der Bankenregulierung

Von Eigenkapitalquoten über Liquiditätskennzahlen bis zum Output Floor – Basel definiert die Spielregeln der Banksteuerung.

Definition

Basel III/IV ist das internationale Regulierungsrahmenwerk des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (BCBS). Es definiert die globalen Standards für Eigenkapital, Liquidität und Verschuldung von Kreditinstituten. In der EU wird Basel über die Capital Requirements Regulation (CRR) und die Capital Requirements Directive (CRD) in geltendes Recht umgesetzt. Die finale Phase – oft als „Basel IV" bezeichnet – bringt mit dem Output Floor, überarbeiteten Standardansätzen und verschärften RWA-Berechnungen weitreichende Veränderungen für die Kapitalplanung, insbesondere für Institute, die interne Modelle nutzen.

Bezug zur Triangulation

Die Organisation verfolgt die regulatorische Entwicklung und übersetzt neue Anforderungen in interne Prozesse, das Team quantifiziert die Auswirkungen auf RWA, Kapitalquoten und Geschäftsmodell, Führung trifft strategische Entscheidungen zur Positionierung des Hauses im neuen regulatorischen Rahmen.

Steuerungsimpuls

Basel ist kein abstraktes Regelwerk – es bestimmt ganz konkret, wie viel Kapital ein Institut für jedes einzelne Geschäft vorhalten muss. In der Steuerungspraxis wirkt Basel auf allen Ebenen: Der Output Floor verändert die RWA-Berechnung und damit die Kapitaleffizienz ganzer Portfolien. Die Leverage Ratio setzt der Bilanzsumme eine harte Grenze. LCR und NSFR definieren die Liquiditätssteuerung. Wer Basel-Anforderungen frühzeitig in die strategische Planung integriert, vermeidet kurzfristige Anpassungen unter Druck und kann Übergangsfristen gezielt nutzen.

Verwandte Begriffe

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