Modellvalidierung: Die Qualitätskontrolle der Risikomodelle

Regulatorisch gefordert, in der Praxis oft stiefmütterlich behandelt – dabei entscheidet Modellqualität über Steuerungsqualität.

Definition

Die unabhängige Überprüfung von Risikomodellen auf Angemessenheit, Genauigkeit und Robustheit. Regulatorisch gefordert, in der Praxis oft stiefmütterlich behandelt. Dabei entscheidet die Qualität der Modelle über die Belastbarkeit aller Steuerungskennzahlen – von IRRBB bis Risikotragfähigkeit. Modellvalidierung prüft nicht nur die mathematische Korrektheit, sondern auch die Angemessenheit der Modellannahmen, die Qualität der Inputdaten und die Stabilität der Ergebnisse unter verschiedenen Bedingungen.

Bezug zur Triangulation

Das Team entwickelt und pflegt die Modelle, Führung verantwortet die Modelllandschaft und priorisiert Validierungszyklen, die Organisation stellt die Unabhängigkeit der Validierung sicher und dokumentiert die Ergebnisse revisionsfest.

Steuerungsimpuls

Modellvalidierung ist die Qualitätskontrolle der Banksteuerung. In der Steuerungspraxis geht es nicht darum, jedes Modell jedes Jahr vollständig zu validieren, sondern risikoorientiert zu priorisieren: Modelle mit hoher Ergebnisrelevanz – etwa für IRRBB, Risikotragfähigkeit oder Verlustfreie Bewertung – erfordern engere Validierungszyklen als nachrangige Hilfsmodelle. Wer die Validierung als Chance zur Modellverbesserung begreift statt als Pflichtübung, steigert die Steuerungsqualität nachhaltig.

Verwandte Begriffe

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