Definition
Das Kerngeschäft der Sparkassen: Kurzfristige Einlagen langfristig ausleihen und die Zinsdifferenz verdienen. Klingt simpel, ist aber ein permanenter Balanceakt zwischen Ertrag und Risiko. In steilen Zinskurven ein Geschenk, in inversen ein Problem. Die Fristentransformation ist die bewusste Inkongruenz zwischen den Laufzeiten auf Aktiv- und Passivseite – und damit die primäre Ertragsquelle im Strukturbeitrag des Treasury.
Bezug zur Triangulation
Führung definiert den Grad der Fristentransformation, das Team steuert die Cashflow-Profile, die Organisation setzt die Limite und überwacht IRRBB-Konsistenz.
Steuerungsimpuls
Fristentransformation ist gleichzeitig die größte Ertragsquelle und das größte Zinsrisiko einer Sparkasse. In der Steuerungspraxis kommt es darauf an, den richtigen Grad zu finden – und ihn bewusst zu steuern statt passiv entstehen zu lassen. Wer die Fristentransformation über den Dispositionsrahmen mit IRRBB-Limiten verbindet und regelmäßig über Szenarioanalysen absichert, kann das Ertragspotenzial nutzen, ohne die Substanz zu gefährden. Die Kunst liegt darin, die Positionierung aktiv zu justieren, wenn sich die Zinskurve verändert.
Verwandte Begriffe
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