Definition
Der institutionalisierte Moment der Ehrlichkeit. Was lief gut, was nicht, was ändern wir konkret? Ohne Retrospektive bleibt agiles Arbeiten eine Fassade – mit ihr wird es zum Lernmotor. Die Retrospektive findet regelmäßig statt, typischerweise alle zwei bis vier Wochen, und gibt dem Team den Raum, nicht nur über fachliche Ergebnisse zu sprechen, sondern auch über die Zusammenarbeit selbst.
Bezug zur Triangulation
Das Team reflektiert offen, Führung schafft psychologische Sicherheit, die Organisation implementiert die Verbesserungen.
Steuerungsimpuls
In der Banksteuerung sind Retrospektiven besonders wertvoll nach intensiven Phasen: nach einem Jahresabschluss, nach einer Prüfung durch die Aufsicht, nach der ICAAP-Erstellung. Die ehrliche Frage „Was hätten wir besser machen können?" führt zu konkreten Verbesserungen im Prozess – nicht als Schuldzuweisung, sondern als strukturierte Lernschleife. Entscheidend ist, dass die Maßnahmen aus der Retrospektive tatsächlich umgesetzt werden. Eine Retrospektive, deren Ergebnisse in der Schublade verschwinden, ist schlechter als keine.
Verwandte Begriffe
Vertiefen Sie das Thema
Im Whitepaper „Triangulation in der Banksteuerung" erfahren Sie, wie Retrospektiven die Steuerungsqualität systematisch verbessern.