Wissenstransfer: Wissen sichern, bevor es verloren geht

Besonders kritisch bei Personalwechsel und Generationenübergängen – wo tiefes Spezialwissen auf wenige Köpfe verteilt ist.

Definition

Die strukturierte Weitergabe von Fach- und Erfahrungswissen – besonders kritisch bei Personalwechsel und Generationenübergängen. In der Banksteuerung, wo tiefes Spezialwissen auf wenige Köpfe verteilt ist, kann der Verlust eines Wissensträgers ganze Steuerungsprozesse lahmlegen. Wissenstransfer umfasst nicht nur die formale Dokumentation, sondern auch implizites Erfahrungswissen, das sich nur im gemeinsamen Arbeiten weitergeben lässt – durch Pair Working, Mentoring und strukturierte Übergaben.

Bezug zur Triangulation

Das Team dokumentiert und teilt Wissen aktiv im Arbeitsalltag, Führung schafft Strukturen und Zeit für Wissenstransfer, die Organisation verankert Wissenssicherung in Prozessen – von Pair Working bis zur internen Wissensdatenbank.

Steuerungsimpuls

Wissenstransfer wird in der Banksteuerung oft erst dann zum Thema, wenn es zu spät ist – wenn der erfahrene Treasury-Disponist in Rente geht und sein Nachfolger vor einem Zinsbuch steht, dessen Logik er nicht versteht. In der Steuerungspraxis lohnt sich die Investition in strukturierten Wissenstransfer, weil sie die Abhängigkeit von Einzelpersonen reduziert und gleichzeitig die Steuerungsqualität im Team erhöht. Pair Working an komplexen Themen und regelmäßige Wissens-Sessions sind pragmatische Formate, die funktionieren.

Verwandte Begriffe

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