Ausübungsannahme

Annahme darüber, wann Kunden ihre Optionen ausüben, je homogenem Portfolio: Schwelle beim Zinsvorteil (Firmenkunden, Beispiel 0,50 PP) oder statistische Basisrate mit Zinsanreiz, Seasoning und Burnout (Baufinanzierung). Verändert Kapital- und Zinsbindung; aus der Historie abgeleitet, validiert, mit Backtesting geprüft.

Kurzdefinition

Annahme darüber, wann Kunden ihre Optionen ausüben, je homogenem Portfolio: Schwelle beim Zinsvorteil (Firmenkunden, Beispiel 0,50 PP) oder statistische Basisrate mit Zinsanreiz, Seasoning und Burnout (Baufinanzierung). Verändert Kapital- und Zinsbindung; aus der Historie abgeleitet, validiert, mit Backtesting geprüft.

Haupttext

Der Wert einer Kundenoption hängt davon ab, wie der Kunde sie ausübt. Die Ausübungsannahme legt das je homogenem Portfolio fest. Für Firmenkunden rechnet die Serie mit einer Schwelle: Übersteigt der Zinsvorteil rund 0,50 PP (Beispielannahme), wird getilgt und neu refinanziert; die Option ist deshalb wertvoll und gehört in die Optionskosten. Für die Baufinanzierung gilt eine statistische Basisrate aus Lebensereignissen, die der Zinsanreiz verstärkt (in der Beispiel-Welt ab rund 1,00 PP spürbar) und die Seasoning und Burnout dämpfen; sie ist überwiegend eine Annahme über den Cashflow. Beide Anteile verändern Kapital- und Zinsbindung zugleich und gehören in eine gemeinsame Cashflow-Modellierung, aus der Liquiditäts- und Zinsbuchsteuerung denselben Cashflow beziehen. Die Risikomanagement-Funktion leitet die Annahmen aus der Historie ab, validiert sie und prüft sie mit Backtesting; die Treasury-Funktion nutzt sie für Absicherung und Position. Wer beide Kundengruppen gleich behandelt, bepreist die eine zu hoch oder unterschätzt die andere im Jahr fallender Zinsen.

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Vertiefung