Kurzdefinition
Verfahren, mit dem eine Bank ihre Liquiditätskurve aus den Kurven ihrer Refinanzierungsquellen ableitet, gewichtet nach Ist- und Zielstruktur der Bilanz.
Haupttext
Das Kapitalstrukturmodell führt die Kurven mehrerer Refinanzierungsquellen zu einer einzigen Liquiditätskurve der Bank zusammen, gewichtet nach der Struktur, mit der die Bilanz tatsächlich finanziert ist und finanziert werden soll: Einlagen (modelliert nach Stabilität), Pfandbriefe, ungedeckte Aufnahmen bei der Landesbank und Eigenkapital. Es ist eine Steuerungsentscheidung, keine Marktbeobachtung: Welche Quellen, welche Gewichte, welche Einlagenmodellierung, wie oft aktualisiert? Dokumentiert, regelmäßig gegen beobachtbare Kurven geprüft. Ohne ein solches Modell wird die Kurve zum unerklärten Systemwert.