Kurzdefinition
Differenz zwischen verrechneten Adressrisikokosten und tatsächlichen Risikokosten (Zuführung und Auflösung Risikovorsorge, Direktabschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen, saldiert). Steuerungsgröße über mehrere Jahre. Einzelne Jahre sind kein Grund, Sätze zu ändern.
Haupttext
Adressrisikokosten sind Kalkulation, tatsächliche Ausfälle sind Ergebnis; die Differenz ist das Risikoergebnis, die zentrale Steuerungsgröße des Kreditrisikos in der internen Ergebnisrechnung. Die tatsächlichen Risikokosten saldieren Zuführungen und Auflösungen der Risikovorsorge, Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen, nach der Ergebnisdefinition des Hauses. Ein positives Risikoergebnis heißt, das Portfolio hat besser abgeschnitten als kalkuliert; ein negatives, schlechter. Beides sagt zunächst nichts über die Sätze aus: Ein gutes Jahr ist kein Beweis, dass sie zu hoch sind. Mehrjährige Beobachtung liefert Hinweise; ob PD und LGD die Realität treffen, entscheidet die Validierung der Verfahren, nicht das Risikoergebnis. Der typische Fehler: Gute Risikoergebnisse werden zum Argument, die Prämie im Neugeschäft über Overrides und Ausnahmen zu relativieren. Das passiert am Ende des Aufschwungs, kurz bevor sie gebraucht wird.
Verwandte Begriffe
Vertiefung
- Artikel Adressrisikokosten: Der erwartete Verlust ist kein Verlust, sondern ein Preis (mit Mindestausweis „Risikoergebnis im Steuerungsreport“)