Survival Period

Institutseigener Zeitraum aus dem ILAAP, über den die Bank ihre Zahlungsverpflichtungen unter Stress ohne Zugang zum Markt erfüllen kann; üblich 90 Tage. Grenze für die Liquiditäts-Fristentransformation neben NSFR und LCR.

Kurzdefinition

Institutseigener Zeitraum aus dem ILAAP, über den die Bank ihre Zahlungsverpflichtungen unter Stress ohne Zugang zum Markt erfüllen kann; üblich 90 Tage. Grenze für die Liquiditäts-Fristentransformation neben NSFR und LCR.

Haupttext

Die Survival Period ist der institutseigene Stresshorizont der Liquiditätssteuerung: Wie lange kann die Bank ihre Zahlungsverpflichtungen unter Stress erfüllen, ohne Zugang zum Markt? Ein Horizont von 90 Tagen ist üblich. Neben NSFR und LCR ist sie die dritte normative Grenze, innerhalb derer ein Liquiditäts-Strukturbeitrag erwirtschaftet werden darf: Eine kurz am Markt beschaffte Liquidität verkürzt sie mit jeder Tranche, die ins letzte Vierteljahr läuft; eine gegen modellierte Einlagen laufende Position mit jedem Abfluss, der über die Modellannahme hinausgeht. Verlängert wird sie durch die Mittel, die eine Bank ohne Marktzugang mobilisieren kann: Pfandbriefpooling im Verbund, Einreichung von Kreditforderungen bei der Bundesbank, zugesagte Linien, Wertpapierleihe, Abbau des Depot A. Jedes davon hat einen Preis, eine Menge und eine Vorlaufzeit, und keines steht in der Kreditkalkulation.

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