Management Cockpit: Integrierte Banksteuerung
Ertrag, Risiko und Regulatorik auf einen Blick. Das Cockpit verbindet Konditionsbeitrag (Phase 1), IRRBB-Simulation (Phase 2) und ergänzt BPV, Duration Gap sowie eine automatische Handlungsempfehlung.
Ertragszerlegung: KB & Strukturbeitrag
Margenprofil je Position (KB in EUR)
NII-Stress (ΔNII je EBA-Szenario)
| Szenario | NII Basis | NII Szenario | ΔNII | ΔNII % |
|---|
ΔEVE-Übersicht (Worst-Case je Szenario)
| Szenario | ΔEVE (EUR) | ΔEVE (Tsd.) | % Eigenmittel |
|---|
Sensitivitätsprofil: BPV je Position
ΔEVE-Heatmap: Positionen × Szenarien (Tsd. EUR)
Regulatorische Gesamtperspektive
| Kennzahl | Wert | Einheit | Referenz / Schwelle | Status |
|---|
Basis-Zinskurve (editierbar). Gilt für KB, Strukturbeitrag und EVE-Berechnung.
Vermögensbilanz (editierbar). Volumen in Mio. EUR. Laufzeit in Jahren. Typ: Aktiv / Passiv / Receiver-Swap / Payer-Swap.
| # | Bezeichnung | Typ | Vol. (Mio.) | Zins (%) | Laufzeit (J.) |
|---|
Eigene Szenarien entwickeln – Phase 4: Der Szenariomaker ergänzt die regulatorischen Pflichtszenarien um Ihre hauseigene Marktmeinung: Szenariomaker →
Die drei integrierten Perspektiven
Robuste Banksteuerung entsteht nicht durch Optimierung entlang einer einzigen Dimension – sondern durch das gleichzeitige Halten von drei Perspektiven in Balance.
Ertrag
Konditionsbeitrag (KB) und Strukturbeitrag (SB) messen, ob und wo eine Bank wertschöpfend tätig ist. Ohne Ertragsorientierung wird Risikominimierung zur Selbstzweck-Übung. → Phase 1: Marktzinsmethode
Risiko
ΔEVE und ΔNII messen, wie empfindlich das Portfolio auf Zinsschwankungen reagiert. BPV und Duration Gap quantifizieren die Sensitivität. → Phase 2: IRRBB-Simulation
Regulatorik
SOT-Schwellenwerte, Outlier-Status und SREP-Auswirkungen übersetzen Risiko in regulatorische Konsequenzen – und verbinden so Steuerung mit Kapitalbedarf. → Glossar: IRRBB
Wie Führung, Team und Organisation diese drei Dimensionen zusammenhalten, zeigt das Whitepaper: Triangulation in der Banksteuerung →
Häufige Fragen
Warum Ertrag, Risiko und Regulatorik gemeinsam steuern?
Integrierte Banksteuerung bedeutet, alle drei Dimensionen gleichzeitig im Blick zu haben: Ertrag (Konditions- und Strukturbeitrag), Risiko (IRRBB, EVE, NII) und Regulatorik (SOT, Eigenmittelanforderungen). Nur wer alle drei kennt und in Beziehung setzt, kann belastbare Steuerungsentscheidungen treffen.
Was ist der BPV (Basis Point Value)?
Der BPV misst die Barwertveränderung einer Position bei einem Zinsanstieg von 1 Basispunkt (0,01 %). BPV = BW(Basis) − BW(Basis + 1bp). Aktiv-Positionen haben positiven BPV (Barwert fällt bei Zinsanstieg), Passiv-Positionen negativen BPV (Barwert steigt für die Bank). Der Portfolio-BPV ist die Nettosensitivität.
Was ist der Duration Gap?
Duration Gap = Ø Modified Duration Aktiva − Ø Modified Duration Passiva (jeweils volumengewichtet). Ein positiver Gap zeigt: Aktiva sind zinssensitiver als Passiva – typisch für Festzinsbanken mit langen Krediten. Bei Zinsanstieg sinkt der Eigenkapital-Barwert. Der Gap misst das strukturelle Zinsrisiko im Bankbuch.
Wie hängen Strukturbeitrag und Duration Gap zusammen?
Der Strukturbeitrag entsteht durch Fristentransformation (kurze Passiva finanzieren lange Aktiva) – genau das, was einen positiven Duration Gap erzeugt. Hoher Strukturbeitrag geht typischerweise mit hohem positivem Gap einher. Das Cockpit macht diesen Trade-off sichtbar: mehr Ertrag bedeutet mehr Sensitivität gegenüber steigenden Zinsen.
Woher kommen die Handlungsempfehlungen?
Die Empfehlungen werden algorithmisch aus den berechneten Kennzahlen abgeleitet: SOT-Auslastung (Outlier-Risiko), Konditionsbeitrags-Struktur (negative Positionen), Duration Gap (Hedging-Bedarf) und NII-Stress (kurzfristiger P&L-Effekt). Sie sind Orientierungspunkte – keine verbindlichen Anlageempfehlungen.