Gesamtbanksteuerung · Phase 3

Management Cockpit: Integrierte Banksteuerung

Ertrag, Risiko und Regulatorik auf einen Blick. Das Cockpit verbindet Konditionsbeitrag (Phase 1), IRRBB-Simulation (Phase 2) und ergänzt BPV, Duration Gap sowie eine automatische Handlungsempfehlung.

Dieselbe Vermögensbilanz wie in Phase 1 und Phase 2 – jetzt aus der integrierten Gesamtperspektive. Passen Sie Vermögensbilanz und Zinskurve unten im Editor an und klicken Sie „Aktualisieren".

Ertragszerlegung: KB & Strukturbeitrag

Margenprofil je Position (KB in EUR)

NII-Stress (ΔNII je EBA-Szenario)

Szenario NII Basis NII Szenario ΔNII ΔNII %

ΔEVE-Übersicht (Worst-Case je Szenario)

Szenario ΔEVE (EUR) ΔEVE (Tsd.) % Eigenmittel

Sensitivitätsprofil: BPV je Position

ΔEVE-Heatmap: Positionen × Szenarien (Tsd. EUR)

Regulatorische Gesamtperspektive

Kennzahl Wert Einheit Referenz / Schwelle Status
Automatische Handlungsempfehlung
    Referenzgröße für den SOT-Schwellenwert (15 %)

    Basis-Zinskurve (editierbar). Gilt für KB, Strukturbeitrag und EVE-Berechnung.

    LaufzeitZins (% p.a.)
    Preset:

    Vermögensbilanz (editierbar). Volumen in Mio. EUR. Laufzeit in Jahren. Typ: Aktiv / Passiv / Receiver-Swap / Payer-Swap.

    # Bezeichnung Typ Vol. (Mio.) Zins (%) Laufzeit (J.)

    Eigene Szenarien entwickeln – Phase 4: Der Szenariomaker ergänzt die regulatorischen Pflichtszenarien um Ihre hauseigene Marktmeinung: Szenariomaker →

    Integrierte Banksteuerung

    Die drei integrierten Perspektiven

    Robuste Banksteuerung entsteht nicht durch Optimierung entlang einer einzigen Dimension – sondern durch das gleichzeitige Halten von drei Perspektiven in Balance.

    ①

    Ertrag

    Konditionsbeitrag (KB) und Strukturbeitrag (SB) messen, ob und wo eine Bank wertschöpfend tätig ist. Ohne Ertragsorientierung wird Risikominimierung zur Selbstzweck-Übung. → Phase 1: Marktzinsmethode

    ②

    Risiko

    ΔEVE und ΔNII messen, wie empfindlich das Portfolio auf Zinsschwankungen reagiert. BPV und Duration Gap quantifizieren die Sensitivität. → Phase 2: IRRBB-Simulation

    ③

    Regulatorik

    SOT-Schwellenwerte, Outlier-Status und SREP-Auswirkungen übersetzen Risiko in regulatorische Konsequenzen – und verbinden so Steuerung mit Kapitalbedarf. → Glossar: IRRBB

    Wie Führung, Team und Organisation diese drei Dimensionen zusammenhalten, zeigt das Whitepaper: Triangulation in der Banksteuerung →

    Häufige Fragen

    Warum Ertrag, Risiko und Regulatorik gemeinsam steuern?

    Integrierte Banksteuerung bedeutet, alle drei Dimensionen gleichzeitig im Blick zu haben: Ertrag (Konditions- und Strukturbeitrag), Risiko (IRRBB, EVE, NII) und Regulatorik (SOT, Eigenmittelanforderungen). Nur wer alle drei kennt und in Beziehung setzt, kann belastbare Steuerungsentscheidungen treffen.

    Was ist der BPV (Basis Point Value)?

    Der BPV misst die Barwertveränderung einer Position bei einem Zinsanstieg von 1 Basispunkt (0,01 %). BPV = BW(Basis) − BW(Basis + 1bp). Aktiv-Positionen haben positiven BPV (Barwert fällt bei Zinsanstieg), Passiv-Positionen negativen BPV (Barwert steigt für die Bank). Der Portfolio-BPV ist die Nettosensitivität.

    Was ist der Duration Gap?

    Duration Gap = Ø Modified Duration Aktiva − Ø Modified Duration Passiva (jeweils volumengewichtet). Ein positiver Gap zeigt: Aktiva sind zinssensitiver als Passiva – typisch für Festzinsbanken mit langen Krediten. Bei Zinsanstieg sinkt der Eigenkapital-Barwert. Der Gap misst das strukturelle Zinsrisiko im Bankbuch.

    Wie hängen Strukturbeitrag und Duration Gap zusammen?

    Der Strukturbeitrag entsteht durch Fristentransformation (kurze Passiva finanzieren lange Aktiva) – genau das, was einen positiven Duration Gap erzeugt. Hoher Strukturbeitrag geht typischerweise mit hohem positivem Gap einher. Das Cockpit macht diesen Trade-off sichtbar: mehr Ertrag bedeutet mehr Sensitivität gegenüber steigenden Zinsen.

    Woher kommen die Handlungsempfehlungen?

    Die Empfehlungen werden algorithmisch aus den berechneten Kennzahlen abgeleitet: SOT-Auslastung (Outlier-Risiko), Konditionsbeitrags-Struktur (negative Positionen), Duration Gap (Hedging-Bedarf) und NII-Stress (kurzfristiger P&L-Effekt). Sie sind Orientierungspunkte – keine verbindlichen Anlageempfehlungen.