Kurzdefinition
Gestufte Ergebnisrechnung nach der Bezugsgrößenhierarchie: Jede Kostenart auf der niedrigsten Ebene, auf der sie zurechenbar ist. Serienbezeichnung: DB I (Einzelgeschäft, nach Prozesskosten zu Vollkosten), DB II (Geschäftsfeld, Strukturkosten), DB III (Gesamtbank). Die Nummerierung ist in der Bankpraxis nicht einheitlich.
Haupttext
Wenn die Kalkulation prozessbasiert zu Vollkosten rechnet, bleibt ein Rest: Kosten der Bank, die kein Kreditprozess beansprucht. Die gestufte Deckungsbeitragsrechnung legt fest, auf welcher Ebene sie verdient werden. Deckungsbeitrag I ist die Marge des einzelnen Kredits nach allen Bestandteilen, die ihm über seine Prozesse zurechenbar sind: Opportunitätszins, Optionskosten, Liquidität, Adressrisiko, Eigenkapital und Betriebskosten zu Vollkosten. An ihm wird das Kundengeschäft gemessen; am Zehnjahresdarlehen der Serie liegt er bei −0,634 PP. Deckungsbeitrag II zieht die Kosten ab, die erst dem Geschäftsfeld zurechenbar sind, und gehört der Geschäftsfeldsteuerung. Deckungsbeitrag III zieht die Gesamtbank-Kosten ab. Entscheidend ist die Regel hinter den Stufen, nicht die Nummer: Ein System der Kreditabteilung gehört in Stufe I, wenn seine Inanspruchnahme je Geschäft messbar ist, sonst in Stufe II. In der klassischen Bankliteratur ist DB I oft der Konditionsbeitrag; die Serie verwendet ihre eigene Zählung.
Deckungsbeitrag II ist die Summe der Deckungsbeiträge I eines Geschäftsfelds nach dessen Strukturkosten, Deckungsbeitrag III die Summe der Deckungsbeiträge II nach den Kosten der Gesamtbank. DB III ist eine Steuerungsgröße und nicht das Ergebnis vor Steuern: Die Überleitung nimmt die internen Transferpreise heraus und stellt kalkulatorische gegen tatsächliche Größen.
Verwandte Begriffe
Vertiefung
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