Kurzdefinition
Ergebnis der bewusst gehaltenen Liquiditätsposition der Bank, also der Nettogröße aus dem, was das Kundengeschäft an Liquidität bringt und bindet. Gegenstück zum Zins-Strukturbeitrag, gemessen am Liquiditäts-Cashflow.
Haupttext
Der Liquiditäts-Strukturbeitrag entsteht wie der Zins-Strukturbeitrag aus einer bewusst gehaltenen Position, nur nicht am Zinsbuch, sondern an der Liquiditätsposition der Bank. Er wird am Liquiditäts-Cashflow (Kapitalbindung) gemessen, nicht am Zinsbuch-Cashflow (Zinsbindung). Was das Kundengeschäft an Liquidität bringt (stabile Einlagen) und was es bindet (Kredite, Optionalität), ergibt eine Nettoposition, die die Treasury-Funktion am Markt beschaffen oder anlegen muss; das Ergebnis dieser Nettoposition ist der Liquiditäts-Strukturbeitrag. In der Praxis wird er seltener aktiv gesteuert als sein Zins-Gegenstück und selten explizit ausgewiesen.
Er entsteht, wenn Zins- und Liquiditätsposition getrennt gesteuert werden: Weg A schließt die Zinsposition per Swap und nimmt die Liquidität aus den über Mischungsverhältnisse modellierten Einlagen, Weg C stellt die Liquidität kürzer am Markt; Weg B (Zins und Liquidität zusammen refinanziert) erzeugt keinen. Am Zehnjahresdarlehen: 0,26 / 0 / 0,50 PP im ersten Jahr. Die Kehrseite ist das Rollrisiko.
Verwandte Begriffe
Vertiefung
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