Strukturbeitrag

Der Ergebnisbeitrag aus Fristentransformation. Er entsteht aus der bewusst gehaltenen Zinsrisikoposition der Bank, nicht aus dem einzelnen Kundengeschäft.

Kurzdefinition

Der Ergebnisbeitrag aus Fristentransformation. Er entsteht aus der bewusst gehaltenen Zinsrisikoposition der Bank, nicht aus dem einzelnen Kundengeschäft.

Haupttext

Der Strukturbeitrag ist das Ergebnis der Entscheidung, die Zinsbindungen von Aktiv- und Passivseite nicht zur Deckung zu bringen. Er entsteht nicht am Einzelgeschäft, sondern auf Zinsbuchebene als Netto-Ergebnis aller Aktiv-, Passiv- und Derivate-Cashflows. Auf Einzelgeschäftsebene gibt es keinen Strukturbeitrag; er ist keine Automatik langer Laufzeiten, sondern das Ergebnis einer bewusst gehaltenen Position, gemessen an einer Benchmark, innerhalb eines Limits. Eine Bank, die ihre Fristentransformation vollständig glattstellt, hat langlaufende Kredite, aber keinen Strukturbeitrag.

Er zerfällt in zwei Bestandteile mit verschiedenen Verantwortlichen: den Benchmark-Anteil (Ergebnis der strategisch beschlossenen Zielstruktur des Zinsbuchs, in der sich der Risikoappetit ausdrückt, verantwortet vom Vorstand) und den aktiven Anteil (Abweichung der tatsächlichen Position von der Benchmark, verantwortet von der Treasury-Funktion innerhalb eines vom Risikomanagement überwachten Limits). Analog gibt es einen Liquiditäts-Strukturbeitrag aus der bewusst gehaltenen Liquiditätsposition, gemessen am Liquiditäts-Cashflow (Kapitalbindung) statt am Zinsbuch-Cashflow (Zinsbindung).

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