Definition
Barwertige und periodische Steuerung sind zwei komplementäre Sichten auf dieselbe Position. Die periodische, GuV-orientierte Sicht fragt, wie sich eine Entscheidung über die Rechnungsperioden auf Ertrag und Zinsergebnis auswirkt (die Welt des Zinsüberschusses). Die barwertige Sicht fragt, wie sich der Gegenwartswert aller künftigen Zahlungsströme zum Stichtag verändert (die Welt des ökonomischen Werts). Dieselbe Position hat in beiden Sichten unterschiedliche „Wahrheiten“, und die beiden Perspektiven der Risikotragfähigkeit spiegeln genau diese Dualität wider.
Steuerungsimpuls
Der Kern: Eine Bank, die nur periodisch steuert, optimiert das Ergebnis dieses Jahres und kann dabei still ökonomischen Wert vernichten. Eine Bank, die nur barwertig steuert, kann ökonomisch solide sein und trotzdem ihr Ertragsziel reißen. Steuern heißt, beide Sichten gleichzeitig zu halten und zu wissen, welche man mit der aktuellen Entscheidung gegen die andere eintauscht.
Verwandte Begriffe
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