Marktzinsmethode

Kalkulationsverfahren, das jedes Kundengeschäft gegen den laufzeitkongruenten risikofreien Zins der €STR-Swapkurve bewertet und das Zinsergebnis so in Konditionsbeitrag (Kundengeschäft) und Strukturbeitrag (Fristentransformation) zerlegt.

Kurzdefinition

Kalkulationsverfahren, das jedes Kundengeschäft gegen den laufzeitkongruenten risikofreien Zins der €STR-Swapkurve bewertet und das Zinsergebnis so in Konditionsbeitrag (Kundengeschäft) und Strukturbeitrag (Fristentransformation) zerlegt.

Haupttext

Die Marktzinsmethode ist das Standardverfahren der Einzelgeschäftskalkulation. Ihr Kern ist das Opportunitätsprinzip: Maßstab jeder Kundenkondition ist die laufzeitgleiche Alternative am Geld- und Kapitalmarkt. Die Differenz zwischen Kundenkondition und Opportunitätszins ist der Konditionsbeitrag. Er entsteht am Kunden und wird bei Abschluss fixiert. Was darüber hinaus aus dem bewussten Auseinanderfallen der Zinsbindungen von Aktiv- und Passivseite entsteht, ist der Strukturbeitrag des Treasurys. Damit ist die Methode mehr als Rechentechnik: Sie ordnet jedem Ergebnisbestandteil eine Entscheidung und einen Verantwortlichen zu. Darauf beruht die Arbeitsteilung zwischen Vertrieb und Treasury in der Integrierten Steuerung.

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Grundlagenartikel „Marktzinsmethode am Beispiel einer Sparkasse“

Die methodische Logik dieses Glossar-Eintrags konkret durchgerechnet: Eine fiktive Sparkasse mit 3 Mrd. € Bilanzsumme zerlegt ihren Zinsüberschuss von 76,7 Mio. € in Konditions- und Strukturbeitrag. Dazu gibt es eine geschäftsfeldweise Tabelle, eine Wasserfallgrafik und eine ausführliche Diskussion der Steuerungsimpulse.

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