Definition
Kapitalplanung ist die vorausschauende, mehrjährige Planung von Kapitalbedarf und Kapitalressourcen. Sie stellt sicher, dass ein Institut die regulatorischen Kapitalanforderungen über den gesamten Planungshorizont einhält, auch dann, wenn sich Geschäft und Umfeld ungünstig entwickeln. Als Kern der normativen Perspektive verbindet sie die Risikotragfähigkeit mit der Geschäfts- und Ertragsplanung.
Adverses Szenario
Belastbar wird sie erst durch das adverse Szenario: Neben dem Planszenario ist zu zeigen, dass die Kapitalausstattung auch unter Stress trägt. Damit wird die Kapitalplanung zum Bindeglied zwischen Stresstest, Ertragssteuerung und Risikoappetit.
Steuerungsimpuls
Der Kern in einem Satz: Kapitalplanung ist der Ort, an dem Risiko und Strategie aufeinandertreffen. Ein Geschäftsplan, der seinen eigenen Kapitalverbrauch ausblendet, ist kein Plan, sondern ein Wunsch.
Verwandte Begriffe
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