Risikoadjustierte Bepreisung

Preisstellung, die neben Opportunitätszins und Liquiditätskosten die Adressrisikokosten und die Eigenkapitalkosten des Kredits einrechnet. Ergebnis ist die Nettomarge nach Risiko bzw. nach Kapital, an der das Kundengeschäft gemessen wird.

Kurzdefinition

Preisstellung, die neben Opportunitätszins und Liquiditätskosten die Adressrisikokosten und die Eigenkapitalkosten des Kredits einrechnet. Ergebnis ist die Nettomarge nach Risiko bzw. nach Kapital, an der das Kundengeschäft gemessen wird.

Haupttext

Der Konditionsbeitrag ist eine Bruttogröße; Erfolg zeigt sich erst in der Nettomarge nach Liquiditäts-, Adressrisiko-, Betriebs- und Eigenkapitalkosten (Kanon der Serie, Artikel 1). Risikoadjustierte Bepreisung heißt, diese Abzüge in der Vorkalkulation einzurechnen, und zwar nicht als verhandelbare Aufschläge, sondern als Sätze, die aus Ratingklasse, Sicherheitenart und Kapitalbindung folgen. Verhandelbar ist der Kundenzins, und damit die Nettomarge nach Risiko, die das Kundengeschäft verantwortet. Am Zehnjahresdarlehen der Serie entscheidet die Grundschuld darüber, ob dieselbe Kondition eine Nettomarge nach Risiko von +0,05 oder −0,075 Prozentpunkten trägt. Die Eigenkapitalkosten als zweiter risikobezogener Abzug sind Gegenstand von Artikel 7 der Serie.

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