Optionskosten (Optionsprämie)

Preis eines Kundenrechts, den Cashflow zu verändern (Sondertilgung, Kündigung, Cap); aus Marktpreisen der Absicherung und Ausübungsannahmen hergeleitet. In der Serie eine eigene Position im Deckungsbeitrag direkt nach dem Konditionsbeitrag. Beispiel 0,08 PP für 10 % Sondertilgung p. a. ohne VFE (Firmenkunde).

Kurzdefinition

Preis eines Kundenrechts, den Cashflow zu verändern (Sondertilgung, Kündigung, Cap); aus Marktpreisen der Absicherung und Ausübungsannahmen hergeleitet. In der Serie eine eigene Position im Deckungsbeitrag direkt nach dem Konditionsbeitrag. Beispiel 0,08 PP für 10 % Sondertilgung p. a. ohne VFE (Firmenkunde).

Haupttext

Wer den Cashflow eines Kredits mit Sondertilgungsrecht am Markt nachbilden will, braucht den Swap und dazu das Recht, ihn zu verkürzen, wenn der Kunde tilgt. Dieses Recht hat einen Wert, hergeleitet aus Marktpreisen für Zinsoptionen (Swaptions, kündbare Swaps, Caps) und aus Annahmen darüber, wie und wann die Kundengruppe ausübt. Die Serie weist die Optionskosten als eigene Position im Deckungsbeitrag aus, direkt unter dem Konditionsbeitrag und vor Liquidität, Risiko, Kapital und Betriebskosten. Ökonomisch gleichwertig wäre ein optionsadjustierter Opportunitätszins; entscheidend ist, dass die Option genau einmal erfasst wird. Der getrennte Ausweis macht sichtbar, was ein „inklusive“ vergebenes Recht kostet. Beispiel-Welt: vertragliches Sondertilgungsrecht 10 % p. a. ohne Vorfälligkeitsentschädigung beim Firmenkunden 0,08 PP, Konditionsbeitrag nach Optionskosten 0,82 PP, Deckungsbeitrag I −0,714 PP, Preisuntergrenze 4,81 %; § 489-Option bei 15 Jahren Zinsbindung 0,10 PP. Ein vom Kunden akzeptierter Floor wirkt umgekehrt als negative Optionskosten.

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